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Marburger-Bund-Vorsitzender begrüßt Abschaffung der Homöopathie-Weiterbildung

„Die Abschaffung der Zusatzweiterbildung Homöopathie ist ein richtiges Signal“, betont Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen. Einen entsprechenden Antrag brachte Wollenberg am Samstag, 30. November, als Delegierter in die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen ein.
Im weiteren Verlauf hob Wollenberg erneut die ablehnende Haltung des Marburger Bundes zur sogenannten Landarztquote hervor.

„Eine Ärztekammer kann keine Zusatzweiterbildung Homöopathie zulassen, Prüfungen abnehmen und erforderliche Weiterbildungsinhalte definieren, wenn die Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist“, verdeutlichte Wollenberg. Die Delegierten der Kammerversammlung stimmten dem Antrag mit großer Mehrheit zu. Die Kammerversammlung strich die Zusatzweiterbildung Homöopathie und verabschiedete die neue Weiterbildungsordnung.

Im weiteren Verlauf hob Wollenberg erneut die ablehnende Haltung des Marburger Bundes zur sogenannten Landarztquote hervor.

„Mit Landärzten sind in der Regel nur die niedergelassenen Allgemeinmediziner im ländlichen Raum gemeint“, erklärte der Marburger-Bund-Landesvorsitzende und fuhr fort: „Es fehlen jedoch in allen Fachgebieten und allen Regionen Ärztinnen und Ärzte – in der stationären wie auch der ambulanten Versorgung. Nach unseren Recherchen sind an den Krankenhäusern im Land über 700 Arztstellen nicht besetzt. Ein Zerren an der Tischdecke vergrößert nur die Lücke an anderer Stelle. Die Schaffung von Studienplätzen ist alternativlos.“

Nach Auffassung des Marburger Bundes greift die sogenannte Landarztquote zu kurz und wird zu keinem Zeitpunkt Abhilfe schaffen. „Eine Lösung des Ärztemangels – nicht nur auf dem Land – wird es nur geben, wenn schnellstmöglich die Ursachen behoben werden. Hierfür brauchen wir mehr Medizin-Studienplätze, attraktivere Lebensbedingungen im ländlichen Raum, Unterstützung bei Übernahme einer eigenen Praxis und gute Arbeitsbedingungen“, erläuterte Wollenberg.

Die augenblickliche Unterversorgung im Gesundheitswesen setzt Pflegekräfte und Ärzte immer weiter unter Druck und gefährdet die Versorgungsqualität der Patienten. Die Beschäftigten müssen dringend entlastet werden, um die Tätigkeit im Gesundheitswesen für junge Menschen interessant zu machen und das Personal in seinen Berufen zu halten.

Die Kammerversammlung ist das Ärzteparlament der niedersächsischen Ärzte. Ihr gehören 60 Delegierte aus allen Regionen an. Der Marburger Bund ist mit 16 Delegierten in der Ärztekammer Niedersachsen vertreten, darunter Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker.

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