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Hamsterkäufe erreichen nun auch Rinteln

Es ist angekommen. Europa spürt die Angst. Die Angst vor der Panik ist mittlerweile so groß wie die Angst vor dem Erreger selbst. Denn die Ängste vor der angenommenen und der tatsächlichen Bedrohung sind extrem ungleich verteilt. Eigentlich nichts Neues: Bevor das Virus unsere Lungen bedroht, sind die Köpfe längst infiziert, so Bundesgesundheitsminister Spahn.

Die Angst vor dem Coronavirus treibt die Verbraucher in Deutschland zu Hamsterkäufen. Mittlerweile ist auch die Bevölkerung von Rinteln auf Hamsterkauf Kurs. Seit Donnerstag, 27.02 ist Ausnahmezustand, und es wird alles gebunkert, was lange haltbar ist.

Konserven jeglicher Art, Pasta, Reis, Marmelade,

Mineralwasser und so einiges mehr.

Es wird aber auch alles gekauft, was Tiefkühlkost ist.

Hier in Rinteln steht Marktkauf an erster Stelle gefolgt von Lidl und Aldi. Regale leer, und man kann nicht so schnell an Nachlieferungen kommen. Schon alleine wegen des Wochenendes. Ob es aber in der Woche besser aussehen wird, wagen wir zu bezweifeln.

Ganz schlimm sieht es auch in der Hygienebranche aus. In ganz Deutschland sind weder Mundschutz noch Desinfektionsmittel zu bekommen. Die Nachfrage ist so enorm gross, das Menschen sogar bei der Auktionsplattform von Ebay teilweise hunderte von Euros ausgeben, um einen Mundschutz oder ein bischen Desinfektionsmittel zu bekommen.

Es wird teilweise im Web dazu aufgerufen, das man Vorräte anlegen soll.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz stellt Listen für den Notfall als PDF zur Verfügung

Mittlerweile sieht man auch Menschen, die mit Handschuhen einkaufen, die sich bei jeder Gelegenheit die Hände desinfizieren und vieles mehr.

Selbst eine Apotheke in Rinteln möchte aufgrund der Hygiene ausschliesslich nur Kartenzahlungen, wenn möglich.

Solange es die ganzen Meldungen in den Sozialen Netzwerken, im TV, im Radio und auch in den Printmedien gibt, wird dieses Bild mehr und mehr zum Alltag dazu gehören.

Um die aktuellen Zahlen einmal für Deutschland darzustellen

  • Anzahl bestätigter Erkrankungen: 117
  • Todesfälle: 0
  • Genesungen: 16

Wir haben mit einigen Kunden und auch Mitarbeitern gesprochen, und hier die wichtigsten Angaben zusammengefasst.

  • Sehr grosse Angst
  • Panikmache
  • Es sieht aus, als wenn wir gerade umbauen wollen.
  • Wir haben schon viele Epidemien wie z.B. Spanische Grippe gehabt
  • Einstellung der ganzen Berichte, nur noch, wenn etwas wichtiges ist
  • Hamsterkauf muss nicht sein
  • Nachdenken und Kopf einschalten
  • Sich an die Hygienevorschriften halten
  • Immer Hände waschen
  • Bei Symptomen zu Hause bleiben und den Arzt kontaktieren, um weitere Ausbreitung zu vermeiden
  • Nicht in die betroffenen Ländern reisen, bzw. erst einmal keinen Urlaub machen
  • Nicht Unsummen bei Ebay ausgeben
  • Atemschutz hilft auch nicht immer

In unserer Mediathek finden Sie ab Dienstag, 03.03.eine Erklärung vom Pflegedienst Rinteln, wie man sich richtig desinfiziert

Wie Sie sich schützen

Da das Coronavirus eine respiratorische Erkrankung ist, demnach die Atemwege betrifft, ist der Ansteckungsmechanismus dem einer Grippeinfektion zu vergleichen. 

1. Korrekte Husten- und Nies-Etikette:

Wer Husten oder Niesen muss, sollte sich vor anderen Personen abwenden und Abstand halten. Anstelle in die Hände vor das Gesicht zu halten, sollte ein Taschentuch oder die Armbeuge vorgehalten werden.

2. Handhygiene:

Berührt man mit den Händen das Gesicht, können Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen. Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg. Beim Händewaschen empfehlen die Experten, sich 20 bis 30 Sekunden für das Einreiben mit Seife Zeit zu lassen. Auch unter den Nägeln intensiv waschen - am besten kurz halten, sie sind ein Infektionsherd.  

3. Im Krankheitsfall:

Wer an einer Atemwegsinfektion erkrankt ist, sollte im öffentlichen Raum immer einen Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Personen halten. Wenn Sie in einem Risikogebiet waren und Symptome zeigen, melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt und dem örtlichen Gesundheitsamt. Notieren Sie Ihre Kontaktpersonen. Die Risikogebiete finden Sie unter auf der Webseite des Robert Koch Institutes.

4. Bei erkrankten Personen:

Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen. Wer selbst an einer respiratorischen Infektion erkrankt ist, kann durch das Tragen eines Mundschutzes andere Personen vor einer Ansteckung schützen, teilt das Robert Koch Institut mit.

5. Bei gesunden Personen:

Kein Tragen eines Mundschutzes. Gesunde Personen sollten auf Empfehlung der Experten des Robert-Koch-Institutes (RKI) auf einen Mundschutz verzichten. „Es gibt keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person signifikant verringert." Laut der WHO kann das Tragen eines Mundschutzes sogar ein Risiko sein: Es könne ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Wir werden Sie natürlich, weiterhin auf dem laufenden halten. Seien Sie vorsichtig und geraten nicht in Panik.

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