Beermann zollt Merkel Respekt und Anerkennung und fordert mehr Mut der Politik

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann bewertet die Handlung der Bundeskanzlerin positiv: "Die Fehlerkultur in Deutschland ist nicht besonders ausgeprägt: Macht man Fehler, wird man dafür heftig kritisiert, aber gesteht man Fehler ein, ertönt dasselbe Lied. Nun hat die Kanzlerin also die Bürgerinnen und Bürger wortwörtlich um Verzeihung gebeten, den Fehler mit den geplanten Ruhetagen gemacht zu habe. Umso mehr verdient es nun meinen Respekt und meine Anerkennung, dass die Kanzlerin diesmal nicht daran festhielt, sondern Größe gezeigt hat und eine schlechte Idee auch einfach mal beerdigt hat. Ich denke wir würden in Deutschland insgesamt besser dastehen, wenn die Akzeptanz von Fehlereingeständnissen breiter werden würde. Die Bundeskanzlerin ist hier einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen."

Kritisch sieht der CDU-Politiker allerdings, dass die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz weiterhin zu perspektivlos seien: "Zu den sonstigen Beschlüssen muss die Kritik jedoch weiterhin bestehen bleiben. Wir hangeln uns weiter von Lockdown zu Lockdown. Eine Perspektive ist nicht erkennbar. Andere Länder machen vor, wie es gehen kann. Erfolgreiche Rezepte nachzukochen, war schon immer Teil der deutschen Politik. Wieso wenden wir dies nicht auch bei der Pandemiebekämpfung an?"

In einer Pressemitteilung identifiziert Beermann dabei vier Themenfelder, in denen die Politik insgesamt mehr Mut wagen könnte:

1. Wir brauchen eine unbürokratische Impfstrategie. Impfungen egal ob beim Hausarzt, auf der Arbeit oder beim Bummel im Möbelhaus. Risikogruppen bekommen so unter Garantie schneller einen Termin, als in jedem staatlichen Impfzentrum.

2. Wir brauchen eine effiziente (Schnell-)Test- und Öffnungsstrategie: Ein negativer Test ist die Eintrittskarte in die Gastronomie, ins Hotel und ins Kino. Schließungen sind nicht länger zu verantworten, wenn es Möglichkeiten gibt, die Risiken massiv zu minimieren. PassGo und die Luca App können hier unbürokratisch und papierlos helfen. Insbesondere in unseren Schulen und Kitas können Tests dabei schnell und unkompliziert durchgeführt werden und ermöglichen damit neben der sicheren Teilnahme am Unterricht auch Öffnungsperspektiven beispielsweise im Sportverein.

3. Wir müssen uns von der Inzidenz als Maßstab verabschieden. Eine bessere Beleuchtung des Dunkelfeldes macht noch keine 3./4. Welle. Die Zahl der schweren Verläufe und die wahre Last im Gesundheitswesen, könnten bessere Indikatoren sein.

4. Es kann nicht sein, dass wir Google und Facebook freiwillig alle persönlichen Daten legal zur Verfügung stellen dürfen, aber die Corona-App nicht zur Kontaktnachverfolgung taugt. Die Bewertung der Datenschutzanforderungen im Kontext des Zweckes muss neu vorgenommen und die App zügig weiterentwickelt werden. Die Daten wer sich mit wem getroffen hat, stehen zur Verfügung, wir müssen sie auch nutzen können.

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