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Haushaltsausschuss des Bundestages beschließt rund 5 Millionen Euro Förderung für Nienburger Klima-Achse

Wunderbare Neuigkeiten für die Stadt Nienburg: Das Projekt „Klima-Achse Steinhuder Meerbach“ wird über das Innovationsprogramm zur Anpassung von Park- und Grünflächen mit insgesamt 4.797.000 Euro gefördert. Das Geld stammt es dem Energie- und Klimafonds des Bundes. Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers hatte sich intensiv für das Projekt eingesetzt und freut sich gemeinsam mit dem Nienburger Bürgermeister Henning Onkes:

„Klimaschutz beginnt vor Ort, zum Beispiel bei der Stadtentwicklung. Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion gibt es im Energie-und Klimafonds, der im Bundesinnenministerium angesiedelt ist, jetzt ein Investitionsprogramm zur Anpassung von Park-und Grünflächen an den Klimawandel. Die Fördersumme ist beträchtlich: 100 Millionen Euro sieht der Bund bis 2023 vor, um unsere Kommunen fit für den Klimaschutz zu machen. Ich freue mich sehr, dass davon ein so vielfältiges Projekt in meiner Heimat ausgewählt wurde“, so Völlers.

Bürgermeister Henning Onkes ergänzt: „Ich freue mich, dass nach dem Sanierungsgebiet Innenstadt, ZidA (Zuhause in der Alpheide) und der Klima-Achse nunmehr zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit erhebliche Bundesmittel für wegweisende Projekte des nachhaltigen Wandels eingeworben werden konnten. Dies gelang durch eine zukunftsfähige Projektidee und der guten Zusammenarbeit mit der Bundestagsabgeordneten.“

Das 2020 neu aufgelegte Sonderprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen versteht sich als Beitrag des Bundes zur klimaangepassten Stadtentwicklung durch eine gezielte Entwicklung und Modernisierung von Grünflächen zur Nutzung der in urbanen Räumen lebenden Menschen.

Das Projekt „Klima-Achse Steinhuder Meerbach – Vom Wald zur Weser“ stellt ein Park- und Landschaftsraum-Verbundprojekt dar, welches auf ca. 5 km Länge und 35 – 500 m Breite entlang der Gewässer Steinhuder Meerbach und Bärenfallgraben die vorhandenen

Grün- und Parkanlagen im Stadtgebiet von Nienburg miteinander verknüpft und gleichzeitig dem Klimaschutz und der Klimawandelfolgenanpassung dient. Über fünf unterschiedlich definierte Parkabschnitte werden das Waldgebiet „Nienburger Bruch“ und das östliche Weserufer durch dicht besiedeltes Stadtgebiet hindurch miteinander verbunden. Entlang des Meerbachs und des Bärenfallgrabens sollen neue Auen und damit Retentionsflächen (Flächen, die im Falle eines Hochwasserabflusses als Überflutungsfläche genutzt werden können) geschaffen werden, die Hochwasser bei künftig vermehrt erwarteten Starkregenereignissen puffern können und somit Siedlungsräume schützen. Durch Baumpflanzungen soll einerseits Kohlenstoff gebunden werden, andererseits schützen als Alleen gestaltete Wege und neue waldartig gestaltete wohnortnahe Spiel- und Freizeitflächen Kinder, Jugendliche, Erholungssuchende und Radfahrende an künftig vermehrt auftretenden Hitzetagen. Die bandartige Parkstruktur mit nur wenigen Berührungspunkten zum motorisierten Verkehr macht das Radfahren im Stadtgebiet attraktiver und soll somit die klimafreundliche Verkehrswende unterstützen. Öffentliche Gemüse- und Obstpflanzungen entlang der Klima-Achse helfen zudem, das Bewusstsein für regionalen Genuss und Konsum zu schärfen. Die Umsetzung unter Einbindung der zahlreichen an der Klimaachse gelegenen Schulen und Kindergärten sowie sonstigen gesellschaftlich relevanten Akteuren und Bevölkerungsgruppen stärkt das Gemeinschaftsgefühl und zeigt, dass der Klimakrise gemeinschaftlich begegnet werden kann und alle bei der Umsetzung mithelfen können, so der Fachbereich Stadtentwicklung der Stadt Nienburg.

Völlers betont abschließend: „Das Förderprogramm ist für Kommunen wahnsinnig wichtig. Der Kampf gegen den Klimawandel, der spürbar auch bei uns vor Ort angekommen ist, kostet Geld. Wir können nun etwas auf den Weg bringen, das zeigt, wie städtebauliche und ökologische Anpassung Hand in Hand gehen können“.

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