Beermann wirbt um Vertrauen für wissenschaftlich fundierte Endlagersuche

Verfasst von pr am . Veröffentlicht in Politik in Schaumburg

Nach der Veröffentlichung des ersten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung steht fest, dass mehr als 54% der bundesdeutschen Fläche prinzipiell die Voraussetzungen für ein mögliches Endlager für radioaktive Abfälle erfüllt. Auch der Landkreis Nienburg und das Schaumburger Land sind nach diesem Zwischenbericht mögliche Standorte eines Atom-Endlagers. Für Maik Beermann als direkt gewähltem Bundestagsabgeordneten für Nienburg und Schaumburg ist dieser erste Bericht aber kein Anlass zur Sorge: "In diesem ersten Teilprozess der Endlagersuche wurde lediglich untersucht, welche Gebiete der Bundesrepublik prinzipiell die richtigen geologischen Voraussetzungen für ein Endlager aufweisen, wo also nennenswerte Vorkommen von Tongestein, Steinsalz oder kristallinem Wirtsgestein vorhanden sind. Weiterhin wurden solche Gebiete ausgeschlossen, die aufgrund von vorher festgelegten Ausschlusskriterien, wie seismischer oder vulkanischer Aktivität, nicht in Frage kommen. Das Ergebnis ist, dass in allen Bundesländern, bis auf das Saarland, prinzipiell Endlager möglich sein könnten." "Im nun folgenden Verfahren werden die ausgewiesenen Gebiete weiter eingegrenzt, indem beispielsweise auch die oberirdischen Gegebenheiten in den Analyseprozess einbezogen werden. Diese Schritte werden wissenschaftsbasiert, partizipativ, transparent und selbsthinterfragend gestaltet werden. Auch wir im Landkreis Nienburg und dem Schaumburger Land sollten auf diesen wissenschaftlichen Prozess vertrauen und uns im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligungen aktiv in den Entscheidungsprozess einbringen. Ich begrüße, dass mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts bereits sehr frühzeitig auch alle Bürgerinnen und Bürger in die Endlagersuche einbezogen werden. Hierdurch wird nicht der Eindruck eines Hinterzimmerbeschlusses erweckt, sondern eine breite gesamtgesellschaftliche Debatte über die Lagerung unseres hochradioaktiven Mülls angeregt", erklärte der CDU-Abgeordnete.

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