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SPD macht sich auf den Weg in eine Gesellschaft ohne Tierversuche

Seit Jahren belegt Deutschland in Europa einen der vordersten Plätze bei der Anzahl an Tierversuchen. Um zu erörtern, inwieweit sich Tierversuche durch alternative Versuchsmethoden verringern oder ganz abschaffen lassen, veranstaltete die SPD- Bundestagsfraktion ein Fachgespräch im Bundestag. Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers war als zuständige Gesundheitspolitikerin ihrer Fraktion mit dabei. Die SPD-Bundestagsabgeordneten befragten Wissenschaftler:innen, die in diesem Bereich forschen: Was sollte die Politik tun, um eine tierversuchsfreiere, gar tierversuchsfreie Wissenschaft zu fördern? Gemeinsam wurde diskutiert, wie eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen konkret aussehen könnte. Dazu Völlers:

„Das Fachgespräch hat gezeigt, dass ein sofortiger Ausstieg aus Tierversuchen nicht machbar ist. Umso wichtiger ist es, sie weiter zu reduzieren – mit einem Ausstieg als Ziel. Dazu braucht es einen detaillierten Ausstiegsplan, den wir als SPD-Bundestagsfraktion erarbeiten wollen.“

Erste Schritte könnten sein, dass es dort keine Tierversuche mehr geben darf, wo es wissenschaftlich geprüfte Alternativ-methoden gibt, um wissenschaftliche Fragen zu klären oder die Gefährlichkeit von Stoffen für den Menschen zu bewerten.

Unverzichtbarer Teil eines Ausstiegsplans sind tierversuchs-freie Alternativmethoden, die Tierversuche ersetzen. Hier sieht die SPD-Bundestagsfraktion nach wie vor großen Handlungs- und Forschungsbedarf. Es müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt und die Alternativmethoden stärker gefördert werden –

finanziell, in der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftler:innen oder institutionell an Universitäten.

„Die Erkenntnisse unseres Fachgespräches wollen wir nun nutzen, um den Druck auf das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium zu erhöhen, ein schlüssiges Konzept für eine schnellere Reduzierung von Tierversuchen vorzulegen und auch umzusetzen. Aber auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist in der Pflicht, die Alternativmethoden deutlich umfassender zu fördern“, so Völlers.

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