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In Brandenburg könnten ganze Intensivpflegeteams fehlen bpa fordert schnelle finanzielle Unterstützungen.

Wenn Polen heute um Mitternacht die Grenzen auch für Berufspendler schließt, könnten in Brandenburg rund 100 Pflegekräfte fehlen; darunter auch komplette Teams in der außerklinischen Intensivpflege. Das befürchtet der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). "In vielen Pflegediensten und Heimen arbeiten polnische Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag pendeln und hier eine unverzichtbare Arbeit leisten", berichtet die brandenburgische bpa-Landesvorsitzende Ellen Fährmann. "Nicht nur im Grenzgebiet sind diese Pflegenden wichtige Stützen der ambulanten und stationären Versorgung."

Eine Verordnung des polnischen Gesundheitsministeriums sieht vor, dass Pendler nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne gehen müssen. "Wir versuchen derzeit zu organisieren, dass die Pflegekräfte, die ohnehin teilweise seit Jahren in Deutschland arbeiten, vorerst hier auch übernachten können, bis sich die unklare Lage geklärt hat", so Fährmann. "Dafür brauchen wir seitens der Landesregierung aber konkrete Zusagen, dass die zusätzlichen Kosten übernommen werden."

Ambulante Dienste und Pflegeheime in Brandenburg könnten den Wegfall der Berufspendler derzeit auf keinen Fall verkraften. "Mit einer schnellen Regelung würde das Land nicht nur die pflegerische Versorgung sichern, sondern auch den Familien in Polen helfen, die auf das Einkommen der Pendlerinnen und Pendler angewiesen sind", so Fährmann.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 400 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

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