offenes Bürger (WEB) Radio

Schlagerdemo in Köln - Wir wollen tanzen

Tragt es in die Welt hinaus, die Politiker da oben müssen einfach mal wach werden und uns machen lassen, denn ein Künstler lebt nicht nur von der Gage allein, sondern auch vom Applaus, so Michael Winter der Organisator der ersten Schlager Demo in Köln auf dem Heumarkt. Weiter sagte Winter: "Musik gehört laut ! Künstler gehören auf die Bühne".

Es ist leise geworden in der Schlager, bzw. Musikbranche. Seit Monaten besteht ein Berufsverbot, und so gingen gestern die Schlagersänger und viele andere, die zu dieser Branche dazu gehören auf die Barrikaden. Nachdem bereits die Schausteller in Berlin und München auf sich aufmerksam machten, war es am Sonnabend, dem 11.07. auch soweit, das die Schlagerbranche auf sich aufmerksam machen wollte.

Die Schlager Demo war ursprünglich mit 250 Demonstranten angemeldet, erklärt die Polizei Köln auf unsere Nachfrage. Doch vor Ort waren lediglich 100 Leute zusammengekommen.

Es war sehr gut vorbereitet, und die Auflagen wurden eingehalten. Auf dem Boden wurden Markierungen angebracht, so das die Abstände eingehalten werden konnten. Eine kleine zusätzliche Auflage gab es zum Nachteil dieser Schlagerdemo. Man musste zwischendurch pausieren, 30 Minuten Beschallung über Mikrofon und 30 Minuten ohne Mikrofon.

Es war nicht fair, denn dadurch hat man einges an Informationen und Musik abgeschnitten, was eine Demo so benötigt, um auf sich aufmerksam zu machen, so teilten es uns einige der Besucher mit. Weiterhin sagten diese auch, das man versucht habe mit dieser jeweils 30 minütigen Pause den Künstlern, Veranstaltern, Managern und anderen den Mund zu verbieten. Das kann man allerdings sehen wie man möchte, und jeder hat dazu eine andere Meinung.

Es gab Plakate, die an der Bühne angebracht wurden. Diese waren so klein, das man diese in der letzten Reihe nicht mehr sehen konnte. Es ist eine Auflage, die momentan auf vielen Demos eingehalten werden muss. Warum das so ist, konnte uns die Ordnungshüter vor Ort leider auf Anfrage nicht mitteilen, und verwiesen uns dazu an die Stadt und das Ordnungsamt.

Schade war es nur, das so wenige nach Köln gekommen sind. Es wurde in den sozialen Medien soviel darüber geschrieben, und Zusagen gab wirklich mehr als genug, aber nur eine Handvoll waren auch wirklich da. Michael Winter und die Anwesenden der Branche sind aber sehr zuversichtlich, das bei der nächsten Demo einige mehr dabei sein werden, und das es dann noch lauter werden wird.

Redner gab es mehrere, und die Musik kam auch nicht zu kurz. Für die musikalische Unterhaltung sorgen Michael Winter, Anke Fürst, Stefanie Black, Oliver Bernd, De Schlomütze, und viele andere. Es gab sogar eine Menschen, die auch tanzten.

Das Highlight, womit niemand gerechnet hat, war der kurzfirstige Besuch von Willi Herren und seiner Fraju Jasmin, die Ihren Unmut auch Luft machten.

"Die erste Schlager-Demo, aber ich könnte kotzen Leute“, waren die ersten Worte von Willi Herren, als er loslegte. Andere Worte, die weniger harmlos sind. "Wir können kein Homeoffice machen", so Jasmin Herren. Wie recht Sie doch mit dieser Aussage hat, denn im Lockdown versuchten einige Künstler bei Facebook etwas auf die Beine zu stellen, aber jedesmal gab es andere Auflagen, und auch die Gema hat da kräftig die Hand aufgehalten.

Willi Herren forderte seine Künstlerkollegen und viele andere der Branche auf, beim nächsten mal auch mit dabei zu sein, um laut - sehr laut zu sein, und die Politik wach zu rütteln. Es kann nicht angehen das viele im Netz jammern, und dazu auffordern das etwas unternommen werden soll, und dann bei der ersten Schlagerdemo mit Abwesenheit glänzten, so Willi Herren. Weiterhin sagte Herren, das beide so gut es geht und natürlich die Zeit es erlaubt diese gute Sache unterstützen werden, und natürlich auch den Schaustellern unterstützend zur Seite stehen.

Chapeau an Willi und Jasmin Herren, das sie zum Heumarkt gekommen sind, und auch für die Fans und Fotos zur Verfügung standen.

Es ist ein Anfang gesetzt worden, und nun wollen wir das Beste hoffen, das es bald wieder laut wird, gefeiert und getanzt werden darf.

Die Sondersendung können Sie in unserer Mediathek nachhören. <<< HIER >>>

Künstler richten Ihre Worte an die Politiker. <<< HIER >>>

Unter der Rubrik Fotos 2020 im Menüpunkt Fotogalerie können Sie die Fotos des Tages ansehen. <<< HIER >>>

Drucken E-Mail