Neues Medikament: Was tun bei unbekannten Nebenwirkungen?

Kopfweh, Magendrücken, Müdigkeit: Wirksame Medikamente haben zwangsläufig auch Nebenwirkungen. Insbesondere Patienten, die ein für sie neues Medikament einnehmen, sind oft verunsichert angesichts bislang unbekannter Nebenwirkungen. Wie sich Patienten hier richtig verhalten, erklärt das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Nebenwirkungen auch eine Sache der Psychologie

Tritt ein Symptom neu auf oder kommt einem merkwürdig vor, sollte man den Arzt oder Apotheker darauf ansprechen. "Der Patient braucht einen vertrauensvollen Ansprechpartner - jemand, der ihm sagt: 'Ich an Ihrer Stelle würde das Mittel wegen dieser oder jener Wirkung nehmen´", erklärt Claudia Cramer, Apothekerin aus Herscheid. Ärzte oder Apotheker können auch prüfen, ob tatsächlich eine Nebenwirkung hinter den Beschwerden steckt, und nach Lösungen suchen. So kann etwa der Arzt die Dosis anpassen.

Allerdings sind Nebenwirkungen auch eine Frage der Psychologie. Ob sich Patienten wegen der Arzneirisiken sorgen, hängt nicht zuletzt vom Präparat ab. Schmerzmittel mögen auf den Magen gehen, Beruhigungstabletten auf Dauer die Gefahr von Abhängigkeit bergen - viele Menschen nehmen die Mittel dennoch ohne Bedenken, weil diese schnelle Hilfe versprechen. "Wenn man das Gefühl hat, das Medikament löst mein Problem, ist man eher bereit, über die Risiken hinwegzusehen", beobachtet Apothekerin Cramer.

Tipp: Patienten können, wenn sie eine Nebenwirkung vermuten, ihren Verdacht auch direkt melden. http://www.nebenwirkungen.bund.de/ ist das offizielle Meldeportal der Arzneibehörden. Ein privates Portal mit Infos zu Meldungen anderer Nutzer ist www.nebenwirkungen.de.

Quelle Senioren Ratgeber 5 / 2021

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